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Ernst Vlcek
Auf der Barbarenwelt
Schrill, schräg, chaotisch und nur für Fans
An dieser Stelle sollte eigentlich das Cover des beschriebenen Buches abgebildet werden. Leider lässt dies unser deutsches Urheberrecht nicht zu. Daher müsst Ihr leider mit einem Symbolbild Vorlieb nehmen.

Perry Rhodan ist seit Jahrzehnten Synonym für Weltraumabenteuer und triviale Science-Fiction gleichermaßen. Um die Geschichten dieses Universums hat sich seit dem ersten Roman im Jahr 1961 eine riesige Fangemeinde etwickelt. Neben den wöchtenlich erscheinenden Heftromanen sind zudem Taschenbücher, Hardcover und auch einige Filme entstanden. Durch Zufall bin ich mal wieder über eines der Werke gestolpert und habe es im Urlaub gelesen.

Kurz etwas zum Autor

Ernst Vlcek (geb. 9. Januar 1941 in Wien) war ein österreichischer Science-Fiction Autor, der neben einer Reihe unabhängiger Romane vor allem Stammautor von Perry Rhodan und seinem Ableger Atlan gewesen ist. Er starb am 2. April 2008 an Herzversagen.

Die Handlung

Korporal Walty Clackton wird zusammen mit seiner Assistentin Annemy Traphunter und dem Diplomaten Artryx Lord auf die Welt Barbar gesandt. Diese Welt wurde für Völker von anderen Planeten gesperrt, um deren natürliche Entwicklung nicht zu gefährden. Lordadmiral Atlan hat jedoch die Vermutung, dass sich einige nicht an die Vereinbarung halten, was er von den dreien untersuchen lassen möchte. Auf dem Barbar angekommen, sehen sich die drei nicht nur einer Verschwörung galaktischen Ausmaßes ausgesetzt, sondern müssen auch noch zusehen, dass sie ihre Nasen behalten. Denn auf die haben es einige Eingeborene abgesehen.

Schrill, schräg und chaotisch

Wer sich mal mit der Literatur von Perry Rhodan befasst hat, weiß, dass hier gerne weit über die Stränge des Realismus hinaus geschlagen wird, so auch in „Auf der Barbarenwelt“. Allerdings spielt das in dem Roman eher eine untergeordnete Rolle. Denn im Grunde geht es um klassische Konflikte, wie politische Intrigen, die Frage, ob Diplomatie oder Gewalt der beste Weg zum Ziel ist, und das Katz-und-Maus-Spiel von Protagonisten und Antagonisten. Das Ganze wird noch unterlegt mit einer gehörigen Prise Humor und einem trotteligen Hauptakteur. So kann man insgesamt sicher sein, es mit schlichter Unterhaltung zu tun zu haben, die niemandem auf die Füße tritt.

Symbol Thema Science Fiction
Foto: Xu Haiwei

Für meinen Geschmack war die Handlung jedoch etwas zu durcheinander, die Akteure zu überzogen und der Humor zu albern, vor allem, wenn die Sprache auf ein herausragendes Körperteil von Walty Klackton kam – und das war leider nicht selten. Die Plot selbst war im Kern berechenbar und bot daher keine echten Überraschungen. Überraschend waren alleine die Riege der Darsteller und die Handlungsweise von Walty, die man durchaus als unkonventionell bezeichnen könnte. Aber der Leser ahnt recht bald, wie das Abenteuer ausgeht und wird nur durch die skurrile Handlung bei der Stange gehalten.

Anspruchslos und nur für Fans

Obwohl ich meine Ansprüche vor Beginn des Buches sehr heruntergeschraubt habe, ist der Roman doch eine Nummer zu schlicht gestrickt. Das haben auch die schrägen Ideen im Handlungsverlauf nicht herausgerissen. Womöglich liegt es daran, dass ich mich nie intensiver mit der Perry-Rhodan-Welt befasst habe und somit mit dem Universum nicht vertraut bin. Nach diesem Roman hat sich bei mir allerdings auch kein Interesse daran entwickelt. Guten Gewissens kann ich das Buch nur eingefleischten Fans oder solchen, die es werden wollen empfehlen. Wer Science-Fiction im Wortsinne sucht, ist hier auf jeden Fall auf dem falschen Weg.

Action
4/5
Anspruch
1/5
Suchtfaktor
2/5
Spannung
3/5
Mein Urteil
2/5

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